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WM Qualifikation: Mazedonien erspielt sich Play-off Platz für Qatar 2022

Sieg im letzten und entscheidenden Spiel der WM Quali

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Ezgjan Alioski

Mit einem 3:1 Sieg erspielte sich die mazedonische Fußball Nationalmannschaft einen Play-off Platz zur Fußball Weltmeisterschaft 2022 in Qatar. Es ist das Beste Resultat bisher in einer WM Qualifikation, in welcher man sogar Ausrufezeichen setzte und überraschend die DFB Elf auf heimischen Boden bezwang. Nun steht ein Play-off Platz fest, doch zwei Gelbe Karten im letzten Gruppenspiel gegen Island schmerzen für das anstehende Spektakel.


Fulminanter Auftakt gegen Island im entscheidenden Spiel der WM Qualifikation

Im letzten Gruppenspiel hatte es Mazedonien gegen Island selbst in der Hand. Mit einem Sieg konnte man den zweiten Tabellenrang in der Gruppe J der WM Qualifikation verteidigen und sich damit eine Hintertür für die WM in Qatar offen halten.

Und so begann auch das Spiel, Mazedonien drückte von Anfang aufs Gaspedal. Schon früh ging dann auch der Hausherr vor „ausverkauftem“ Haus in Skopje in Führung. Ezgjan Alioski hatte in der 7. Minute eine herrliche Kombination verwertet. Von einem spitzen Winkel im Strafraum der Isländer wuchtete er den Ball von der linken Seit ins Kurze Eck an den Innenpfosten. Und Mazedonien kontrollierte ab das Spielgeschehen eindeutig, vermisste es aber rechtzeitig nachzulegen.

In der 40. Minute jubelte das Stadion im Stadtpark zu Skopje zum zweiten mal. Allerdings wurde der Treffer von Darko Churlinov (Schalke 04) wegen Abseits aberkannt. VAR bestätigte das der Außenspieler hauchdünn im Abseits war.

Zur Pause blieb es beim 1:0 für Rot-Gelb. Nach dem Anpfiff legte Mazedonien wieder fulminant los, mehr als eine Chance nach einem Eckball in der 51. Minute war aber nicht drin.

Dann der Schockmoment. Es war die 54. Minute als die Arena verstummte, Jón Dagur Þorsteinsson hatte zum Ausgleich getroffen. Islands erster Torschuss führte somit zum dem Spielverlauf nach unverdienten Ausgleich. Mazedonien zeigte sich etwas geschockt, drei Minuten später hatten die Isländer wieder eine Riesenchance. Schon im Hinspiel hatten die Isländer einen Doppelpack binnen kürzester Zeit geschnürt. Aber die Abwehr und Torhüter Stole Dimitrievski hielten dieses mal Maschen sauber. Und das bis zum Ende der Partie.

Großer Jubel dann in der 65. Minute. Eljif Elmas hatte zur Führung getroffen. Vorausgegangen war eine Doppelchance von Ezgjan Alioski. Die isländische Abwehr verlor ihre Orientierung und Elmas nutze einen Abpraller, spielte den Torhüter der Gäste aus und schob zum vielumjubelten 2:1 ein. Jetzt war Partystimmung in Skopje angesagt.


Doch Island blieb gefährlich. Das merkte man auch den mazedonischen Spielern an, der Treffer schien sie nicht unbedingt beflügelt oder beruhigt zu haben. Aber man Stand seinen Mann, und versuchte die Partie unter Kontrolle zu bringen. Nach einem Foul an Enis Bardhi in der 79. Minute sah Island Youngster Ísak Bergmann Jóhannesson seine zweite Gelbe Karte und musste vom Platz.

Jetzt nutze Mazedonien die nummerische Überlegenheit und agierte mit noch mehr Pressing, welches schon das ganze Spiel über gut praktiziert wurde, und kam dann in der 86. Minute zur Entscheidung. Wieder war es Elmas der den Ball einnetzte. Eine herrliche Kombination von Links schloss er sehenswert ab. Nun war klar, den Sieg hatte man eingetütet und so passierte die letzten Minuten nicht mehr viel auf beiden Seiten. Sieg für Mazedonien 3:1.

Mazedonien beendet diese WM Qualifikation mit fünf Siegen, drei Unentschieden und zwei Niederlagen. Man erzielte 23 Treffer. Demgegenüber stehen 11 Gegentreffer, davon kassierte man vier Tore im Rückspiel gegen die DFB Elf in Skopje.

Zwei Gelbe Karten könnten Mazedonien das Genick brechen

Die Freude bei den mazedonischen Spielern war nach der Partie groß. Man hatte wieder, nach der historischen ersten EM Teilnahme, neuere Sportgeschichte geschrieben. Diese WM Qualifikation 2022 ist ein Qualifikations-Zyklus mit dem besten Resultat bisher in einer WM Qualifikation. Hinter Deutschland belegt man nun den zweiten Platz, und hat zum ersten mal Aussicht sich für das „ganz große Turnier“ zu qualifizieren.

Doch kurz nach dem Spiel gab es trotz dem Sieg und dem Erfolg betrübte Gesichter. Allen voran beim Mann des Spiels Eljif Elmas. Mit zwei Toren war er der Matchwinner, aber, seine doch unnötig geholte Gelbe Karte in der 73. Minute war seine zweite Gelbe Karte in der Gruppenphase. Dies bedeutet das er nun im Halbfinale gesperrt ist. Da das Halbfinale nur in einer Partie ausgetragen wird, und kein Rückspiel stattfindet, schmerzt der Ausfall umso mehr. Neben Elmas traf es auch noch Tihomir Kostadinov, der die letzten Partien immer besser in das Nationaltrikot fand und gute Leistungen lieferte.

Nun Muss sich Nationalcoach Blagoj Milevski was einfallen lassen, mit dem gesperrten Elmas öffnet sich eine Riesenlücke im mazedonischen kreativen Mittelfeld.

Im Anschluss an die Gruppenphase werden nun die verbliebenen drei Startplätze für die WM in Play-offs zwischen den zehn Gruppenzweiten sowie den beiden besten Gruppensiegern der Nations League, die nicht als Erster oder Zweiter ihrer jeweiligen Gruppe platziert sind, vergeben. Diese 12 Mannschaften werden in 3 Pfade eingeteilt, die zwei Runden (Halbfinale und Finale) in jeweils einer Begegnung bestreiten, wobei sich die drei Sieger für die Weltmeisterschaft qualifizieren werden. Die Play-off starten Ende März 2022.

Die Auslosung für die Paarungen findet am 24. November statt. Sobald alle Teilnehmer für die Play-offs bekannt sind, werden wir den Beitrag mit einem Update versehen!


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