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‚Weltraumbasis‘ bei Prilep für Schutz bei Naturkatastrophen oder Angriffen

Ein geheimnisvolles Objekt entsteht bei Prilep. In der Nacht sieht es wie eine Weltraumbasis aus!

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Business Continuity and Disaster Recovery Data Centre Prilep

Wie eine Weltraumbasis sieht das neue parallele Zentrum des Mazedonischen Innenministeriums für Datenschutz bei Angriffen, Terroranschlägen oder Naturkatastrophen aus.


Eine große Betonkugel, ein kreisförmiges Objekt, das seit Ende letzten Jahres allmählich auf Google Maps zu finden ist, wird nun mit Ausrüstung ausgestattet und wird zu einem parallelen oder zusätzlichen Zentrum für die Bedürfnisse des Innenministeriums Mazedoniens.

Dort werden Daten aus den Informationsdatenbanken des Innenministeriums gespeichert und wird als Zentrum für die Fortsetzung der Aktivitäten und den Wiederaufbau nach Katastrophen bezeichnet. Der Betonring befindet sich in der Mitte des mit Stacheldraht geschützten Gebäudes und befindet sich in den Vororten von Prilep neben der Kaserne.

Für diese spezielle Einrichtung, die Teil der mazedonischen Beitrittsverpflichtungen zur Europäischen Union ist, wurden rund 3,4 Millionen Euro aus IPA-Mitteln und dem mazedonischen Staatshaushalt gezahlt.

Aber wie es im Inneren aussehen wird, wird die mazedonische Polizei die Informationen aus sensiblen Sicherheitsgründen verheimlichen. Dort wird es eine Datenbank und teure hochentwickelte Geräte geben, die nun langsam ihren Weg ins Gebäude finden und installiert werden.

Architekt veröffentlicht Fotos der ‚Weltraumbasis‘

Trotz der Geheimhaltung durch die mazedonischen Behörden, veröffentlichte die serbische Website „Gradnja“ einen Artikel zu diesem Thema – wie auch kurze Zeit später US-amerikanische Fachmedien. Sowie exklusive Fotos von der Innenseite des Betonrings, der von oben wie eine Weltraumbasis aussieht.

Die Beamten des mazedonischen Innenministeriums informierten die IPA-Finanziers darüber, dass die Fotos vom Architekten des Betonrings aus Belgrad selbst veröffentlicht wurden. Um uns Ärger zu ersparen, da wir von mazedonische Behörden belangt werden können, haben wir uns dazu entschlossen diese Fotografien (aus dem Inneren des Zentrums) hier auf Mazedonien-News.mk nicht zu veröffentlichen – schließlich befindet sich der Sitz unserer Seite in Mazedonien.

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Am Ende des Beitrages findet Ihr eine Fotogalerie der „Prileper Weltraumbasis“, wie die Bevölkerung selbst den „spektakulären“ Neubau bezeichnet.

Business Continuity and Disaster Recovery Data Centre

Die Einrichtung, mit dem Fachnamen „Business Continuity and Disaster Recovery Data Centre“, dient zur Speicherung aller Informationen des mazedonischen Innenministeriums, von Datenbanken mit persönlichen Dokumenten und Informationen bis hin zu Strafregistern und Lizenzlisten für bestimmte Sicherheitsbereiche.

Die „Prileper Weltraumbasis“ wird die parallele Reservebasis des Innenministeriums sein, die für den Fall genutzt wird, falls die Hauptbasis im Innenministerium unter möglichen Terroranschlägen, bewaffneten Angriffen und Unruhen oder bei Naturkatastrophen und schweren Erdbeben leidet. Bei solchen Unfällen, wenn das Basisinformationssystem ausfällt, funktioniert der Staat weiterhin, jedoch über die Ersatzbasis in Form eines futuristischen wirkenden Betonrings.

„Ziel des Projekts ist es, den Schutz der Einrichtung und Ausrüstung vor Diebstahl, Vandalismus, Katastrophen, Terrorismus und unerwarteten Schäden zu gewährleisten.“

Das Gebäude befindet sich in der Nähe von Prilep, im Süden Mazedoniens im nördlichen Teil der Pelagonischen Ebene. Der Standort wurde als der am besten geeignete angesehen. Insgesamt gab es drei favorisierte Standorte.

Der jetzige endgültige Standort befindet sich im Zentrum des Landes und ist den Experten nach leicht zu sichern, da als erster Nachbar der neuen Basis eine Armeeeinheit stationiert ist. Zudem sind in diesem Gebiet die seismologischen Gefahren und das Hochwasserrisiko am geringsten, da die Basis dort hochgelegen ist.

Die Struktur des Gebäudes besteht aus einer Doppelbetonkonstruktion aus massiven Stahlbetonwänden, so dass die Server bei Naturkatastrophen, aber auch bei Terrorismus, Diebstahlversuchen, extremen Temperaturen und Schäden durch hohe elektrische Beanspruchung stabil bleiben.

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Da das Zentrum groß ist und bietet weitere Kapazitäten. So wird der verbleibende Raum, nachdem das Innenministerium seine Basis dann eingerichtet hat, verwandten Institutionen wie für Finanzen, Verteidigung und Armee angeboten, was die Kapazität des Staates bei Katastrophen, Unfällen oder möglichen Angriffen erhöhen würde.

Faktographie:

  • Projektname: Business Continuity- und Disaster Recovery-Rechenzentrum
  • Autoren: 1X2STUDIO, Belgrad
  • Intervention: Bau
  • Ort: Gemeinde Prilep, KP 2.19.1, 7500 Prilep, Republik Mazedonien
  • Adresse: Vasko Karangeleski Straße
  • Gebaute Bruttogeschossfläche: 1.307,00 m²
  • Etagen: Erdgeschoss
  • Projektnummer: Europe Aid / 132633 / C / SER / multi
  • Projekttyp: Externe Zusammenarbeit
  • Kunde: Zentrale Finanz- und Vertragsabteilung (CFCD), Finanzministerium
  • Begünstigter: Innenministerium Mazedoniens
  • Ausführender: SUEZ Consulting / SAFEGE SA, Gulledelle 92 – B-1200 Brüssel, Belgien
  • Finanzierung: Europäische Union
  • Umsetzung: SAFEGE und seine Konsortialpartner SA FWC – Lot 2
  • Management: EU-Delegation in Mazedonien
  • Entwurfszeitraum: 6. 2016. – 6.2017.
  • Designer: SAFEGE Consulting Engineers, Gulledelle 92 – B-1200 Brüssel, Belgien
  • Teamleiter: Zoran Abadić, MA, d.i.a.
  • Konzeption: Zoran Abadić, MA, d.i.a. (Autor), Jelena Bogosavljević, m.i.a. (Designer), Kosta Dimitrijević.
  • Hauptprojekt: MEGARON INŽENJERING d.o.o. Skopje, Mazedonien
  • Verantwortlicher Designer: Bujar Muća, d.i.a., Lizenznr. 1,0272
  • Bauzeit: 3.2018. – 5.2019.
  • Auftragnehmer: 4A-M Sh.p.k. Tirana, Albanien
  • Professionelle Aufsicht: SUEZ Consulting / Safege

Im Anschluss findet Ihr die Galerie.

QUELLE: TV Telma (mazedonisch). Gradnja (serbisch), zusammengefasst und übersetzt von mazedonien-news.mk


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