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Szene

Musik von und mit Simon Trpčeski für Lufthansa Passagiere

Mazedonischer Pianist auf Lufthansa Flügen mit ausgewählte Titel und Eigenkompositionen zu hören

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Simon Trpčeski

Wie das Deutsche Luftfahrtunternehmen Lufthansa exklusiv meldet, hat der Mazedonier Simon Trpčeski „einige seiner Lieblingsstücke ausgewählt“, die nun auf den Flügen der Lufthansa die Reisenden genießen können.


Auf der Homepage von Lufthansa heißt es:

Celebrity Choice by Simon Trpčeski

Der mazedonische Pianist wird auf der ganzen Welt für seine expressive Spielweise und charismatische Bühnenpräsenz gefeiert. Exklusiv für Lufthansa hat Simon Trpčeski einige seiner Lieblingsstücke ausgewählt.

Kurz und knapp aber Aussagekräftig ist die Ankündigung von Lufthansa. Ein Blick auf die Auswahl der Lieder zeigt, dort finden sich nicht nur Werke bekannter Komponisten sondern auch Eigenkompositionen von Trpčeski. So aus seinem Album „Makedonissimo“. Im ganzen hat Simon sechzehn Werke ausgesucht, mit einer Gesamtspielzeit von über 100 Minuten (exakt 107:33 Minuten wer es genau wissen will).

Sein grandioses Werk Makedonissimo führte der Pianist aus Skopje im Mai 2017 erstmals auf (siehe eingebettetes YouTube Video unten). Über das Album schrieb der Mazedonier kurz nach der Veröffentlichung auf seiner offiziellen Homepage:

2017 war der Beginn meines neuesten Projekts, das ich „Makedonissimo“ nannte, was „sehr mazedonisch“ bedeutet und das meinem mazedonischen Volk gewidmet ist. Es ist ein Projekt mit mazedonischer Musik, auf das ich mich sehr gefreut habe. Ich habe lange über ein Projekt nachgedacht, aber aufgrund meiner Verpflichtungen hatte ich nie die Gelegenheit gehabt, es Wirklichkeit werden zu lassen. Ich bin überglücklich, dass es endlich passiert ist. Dieses Projekt wurde am 18. Mai 2017 bei den Ludwigsburger Festspielen uraufgeführt. Gleichzeitig war das Datum der 10. Jahrestag meiner erfolgreichen Zusammenarbeit mit KulturOp – Verein für Kultur und Kunst, einer Gruppe von Enthusiasten aus verschiedenen Berufen.

In einer Aussage gegenüber dem Mazedonischen Radio, nach bekannt werden der Zusammenarbeit mit Lufthansa, unterstrich Trpčeski bei dieser Gelegenheit:

Ich bin wirklich froh, Teil des Flugprogramms von Lufthansa zu sein, einem Unternehmen, das zu den Benchmarks im Flugverkehr zählt. Es ist eine große Ehre, Teil ihrer Programme zu sein, die von Tausenden von Reisenden angehört werden, und ich habe mich natürlich für Werke entschieden, die den Regeln des Art Board des Unternehmens und den Möglichkeiten des Urheberrechts entsprechen. Ich hoffe, dass Reisende meine vielfältige Auswahl an Klavier- und symphonischer Literatur, aber auch einen kleinen Teil von „Makedonissimo“ mögen, um die auf so hohem Niveau gespielte mazedonische Volksmusik weiter zu bekräftigen. Das ist sehr schön und baut auf der Nominierung für die German Music Critics Awards mit dem Album „Makedonissimo“ auf, das unter dem Label „Linn Records“ herauskam.


Über Simon Trpčeski

Simon Trpčeski (mazedonisch Симон Трпчески; geboren am 18. September 1979 in Skopje, Mazedonien) ist ein klassischer Pianist.

Trpčeski studierte Musik an der Universität Skopje bei Boris Romanow. Seine Karriere als Pianist begann im Jahr 2000, als er den zweiten Preis des in London stattgefundenen Wettbewerbs London International Piano Competition erhielt.

Aufmerksamkeit erregte er jedoch schon früher als Preisträger internationaler Klavierwettbewerbe in Großbritannien, Tschechien und Italien. Im Juni 2001 trat Trpčeski in der Londoner Wigmore Hall auf, was exzellente Kritiken zur Folge hatte.

Im Mai 2003 erhielt er den Preis Young Artist Award der Royal Philharmonic Society. Nach seinem Debüt 2004 in Schottland mit dem Scottish Chamber Orchestra berichtete The Independent, dass sehr bald Konzerttickets von Simon Trpčeski versteigert würden.

Sein Debüt vor dem Publikum in Deutschland gab der Mazedonier im April 2005 beim Deutschen Symphonie Orchester Berlin mit Ravels Klavierkonzert G-dur.

Ausgedehnte Konzertreisen führten den Pianisten zudem in der Saison 2004/05 in die USA, nach Australien, Asien und Europa.

Für das Music Label EMI hat Trpčeski bisher zwei CDs mit Klassikern der russischen Klavierliteratur (unter anderem Prokofjews Klaviersonate Nr. 8) eingespielt, von denen die erste 2003 gleich zweifach mit dem Gramophone Award (Editor’s Choice und Debut Album Award) ausgezeichnet wurde.

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Trpčeski wechselte mit seiner zweiten CD zum Hauptlabel von EMI. Diese, sowie die beiden Nachfolger, umfassen Einzelkomponistenkonzerte von Rachmaninoff, Chopin und Debussy.

Sowohl bei seinen Konzertauftritten als auch bei seinen Aufnahmen hat Trpčeski begeisterte Reaktionen von Kritikern und der Öffentlichkeit erhalten. So spielte er in Vancouver, British Columbia, Kanada (23. Januar 2016) Liszts Klavierkonzert Nr. 2 in A-Dur mit dem Vancouver Symphony Orchestra unter dem Gastdirigenten Otto Tausk. Er erhielt überwältigende Standing Ovations. Berichtete damals das Allegro-Magazin des VSO (Band 21, Ausgabe 2).

Simon Trpčeski lebt in seiner Heimatstadt Skopje.

Auszeichnungen von Simon Trpčeski

In der englischsprachigen Version von Wikipedia, sind folgende Auszeichnungen notiert, die Trpčeski überreicht bekam.


  • September 2011. Nationaler Künstler Mazedoniens – er ist der erste Künstler in Mazedonien, der diese Auszeichnung erhalten hat
  • Dezember 2009. Mazedonischer Verdienstorden.
  • April 2005. Scheibe des Monats (April) – BBC Music Magazine
  • Mai 2003. „Young Artist Award“ der Royal Philharmonic Society
  • 2001-2003. BBC Radio 3 New Generation Artist
  • April 2000. „Millennium World Piano Competition London“ – Zweiter Platz
  • Dezember 1998. Weltklavierwettbewerb „Yamaha Music Foundation of Europe“ in Skopje – Erster Platz

Musikalischer Botschafter Mazedoniens

Kürzlich berichtete auch das Deutsche Medium NMZ mit einem Interview über den Pianisten aus Skopje. Hintergrund war die Veröffentlichung seines neuesten Albums Tales from Russia, das dem Märchenhaften bei Rimski-Korsakow, Mussorgski und Prokofjew nachspürt. Laut seiner Homepage hat Simon mittlerweile 12 Alben veröffentlicht.

Mit dem gerade für die Bestenliste 4/20 des Preises der deutschen Schallplattenkritik nominierten „Makedonissimo“ (Linn) legt der 1979 in Skopje geborene Pianist eine genreübergreifende Bearbeitung der zündenden Melodien und vertrackten Rhythmen seiner Heimat vor – schreibt NMZ.

Folgend ein kleiner Auszug aus dem Interview. Wenn Ihr dieses komplett lesen wollt, den Linkverweis zur NMZ findet Ihr am Ende des Beitrags!

Mir sind die Griegs und Bartóks Mazedoniens nicht bekannt. Gab es für ihre Art der Bearbeitung bereits Vorbilder an denen Sie sich orientieren konnten, vielleicht auch aus anderen Ländern?

Mich trieb vor allem die allgemeine Tatsache und das Wissen, dass klassische Komponisten die Volksmusik respektierten, sich von ihr inspirieren ließen und ihr in ihrer eigenen musikalischen Sprache eine fantastische Dimension verliehen. Deshalb dachte ich, warum nicht versuchen, in diesem Projekt das Gegenteil zu erreichen. Natürlich kann ich Persönlichkeiten erwähnen, die für die klassische Musikgeschichte Mazedoniens wichtig sind, die auch von ihr inspiriert wurden und einige wirklich erfolgreiche Ergebnisse erzielt haben, wie V. Nikolovski, T. Zografski, B. Canev, D. Buzharovski, Zh. Glischikj.

Brahms, Mendelssohn, Tschaikowsky, Strawinsky, Rachmaninow, Rimsky Korsakow, De Falla, Albeniz, Ravel, Grieg, Bartok, Kodaly, Chopin, Liszt etwa sind in dieser Hinsicht bereits musikwissenschaftlich erforscht. Und genau dieser Blick auf die mazedonische Musik durch Ohren des klassisch ausgebildeten Komponisten Pande Shahov kann sowohl für sie als auch für die Kritiker ein interessanter Test sein. Die erste Rezension unseres Albums hat in „The Music Web International“ eine „einzigartige neue Richtung, einen neuen Stil“ hervorgehoben.

Nach welchen Gesichtspunkten haben sie die Lieder und Tänze ausgewählt?

Ich habe hauptsächlich Tänze und weit weniger Lieder ausgewählt. Für die Lieder bräuchte ich ein weiteres Projekt. (lacht) Obwohl unsere Musik in vielen Fällen ein verwobenes Gewebe sein kann, sind einige der Tanzthemen aus den Liedern abgeleitet.

Ich gruppierte die 23 Musikstücke nach ihrer metrisch-rhythmischen Struktur in sechs Blöcke oder „plaits“, wie Pande sie nannte. Da ich wusste, wie vielfältig das thematische Material ist, wusste ich, dass es eine enorme Vielfalt bringen könne, aber noch mehr überraschte und freute mich die Art und Weise, wie Pande eine atmosphärische, oft dem Original denkbar entgegengesetzte Dimension schuf, und ein unglaublich professionelles, ernsthaftes Niveau einbrachte.

Denken Sie an eine eventuelle spätere szenische Darstellung, z.B. mit Choreographie für Tänzer?

Ziemlich gute Frage und Vision, danke. Ich habe mir überlegt, irgendwann sogar einige Choreographien einzubringen, angetrieben durch die Art und Weise, wie diese Stücke geschrieben wurden, trotz der völlig anderen ursprünglichen Choreographien vieler nationaler Ensembles für Tänze und Lieder.

Worin bestand der Beitrag des Instituts für Folklore „Marko Cepenkov”und des Ensembles für Volkstänze und Lieder „Tanec”?

Ich war immer bewusst, wie groß die Verantwortung ist, wenn man plant, die Volksmusik zu „anzutasten“. Die Grenze ist sehr dünn: man kann Schönheit daraus machen oder eine totale Katastrophe. Alle großen Komponisten haben das gewusst. Natürlich habe ich mich an einige der wichtigsten Institutionen in Mazedonien gewandt, die sich sehr um die Authentizität unserer mazedonischen Wurzeln kümmern. Beide haben ihren großen Beitrag zur Vorbereitung des Makedonissimo geleistet, während ich das enorme Erbe, das sie sowohl von der Bibliothek als auch von der interpretatorischen Seite her besitzen, erkundete, sammelte und auswählte. Ich bin ihnen unendlich dankbar für ihre Hilfe.

Verwendete und zitierte Quellen: Lufthansa, Wikipedia (Deutsch, Englisch und Mazedonisch), Artist Homepage (Englisch), Neue MusikZeitung (Deutsch). Übersetzt und zusammengefasst von Makedonien.mk


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