Mazedonische Kirche von Serbien anerkannt

Die Serbisch-Orthodoxe Kirche billigte die Autokephalie der Mazedonischen Kirche, während der gemeinsamen Liturgie in der Kathedrale in Skopje der Oberhäupter der beiden Kirchen, Patriarch Porfirije und Erzbischof Stefan. Die Mazedonische Kirche feierte in der Kathedrale in Skopje gemeinsam mit der serbischen delegation, am Tag der Slawenapostel Kyrill und Method.

Patriarch Porfirije schickte einen Tomos zur Autokephalie der MPC-OA an das Ökumenische Patriarchat, das nun nur noch formell die Autokephalie der MPC-OA bestätigen muss, nachdem es die MPC-OA am 9. Mai zur kanonischen Kirche erklärt hatte.

„Dank Ihrer Gebete haben wir die Einheit hergestellt, und jetzt bringen wir Ihnen, Brüder und Schwestern, eine weitere Freude – die Heilige Synode der Bischöfe der Serbisch-Orthodoxen Kirche hat einstimmig in Erwartung der Bitte der Mazedonisch-Orthodoxen Kirche – Ohrid Erzbistum, das Gesuch abgesegnet und billigt die Autokephalie der MPC-OA“, sagte der serbische Patriarch Porfirije

Porfirije fügte hinzu, dass noch technisch-organisatorische Details ausgearbeitet werden müssten, denen die formelle Verkündung einer Amtshandlung folgen werde. „Dann werden alle örtlichen orthodoxen Kirchen in ihrer kanonischen Ordnung benachrichtigt und sie werden den autokephalen Status der MPC-OA akzeptieren“.

Patriarchat mit „Anerkennung ohne richtige Anerkennung“ für die Mazedonische Kirche

In der Vorwoche hatte das Ökumenische Patriarchat das Schisma der mazedonischen Orthodoxie überraschend für beendet erklärt und die mazedonische Kirche anerkannt. Allerdings, wie wir berichteten, hatte man sich gegen die Verwendung des Namens Mazedonien ausgesprochen. Es wurde nur die „Ohrider Erzdiözese“ anerkannt. Nun hat die Serbisch-Orthodoxe Kirche reagiert und ebenfalls die mazedonische Kirche anerkannt.

Die serbische Bischofsversammlung hatte am Montag den Weg für eine Aussöhnung der getrennten Kirchen nach über einem halben Jahrhundert der Trennung frei gemacht. Die „Gründe für die Unterbrechung der liturgischen und kanonischen Kommunion“ seien nun beseitigt worden, erklärte die Bischofssynode der serbischen Orthodoxie in Belgrad nach ihrem Entschluss.

Nun soll ein „Dialog über die Zukunft und den endgültigen Status der Diözesen in Mazedonien“ geführt werden. Dabei will sich Serbiens Orthodoxie, die Mazedonien traditionell zu ihrem kanonischen Territorium zählt, „ausschließlich von kirchlich-kanonischen und kirchlich-pastoralen Grundsätzen, Kriterien und Normen leiten lassen“, ohne sich um geopolitische oder kirchenpolitische Erwägungen zu kümmern, heißt es in der offiziellen Erklärung des Belgrader Patriarchats.

Wie Eingangs erwähnt, hatte zuvor der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomäus, das Schisma aufgehoben, die Kirchen von Belgrad und Skopje zur bilateralen Klärung der offenen Fragen aufgefordert und ein Hindernis für die Anerkennung beseitigt, indem er jeden Gebrauch der Worte „Mazedonien“ oder „mazedonisch“ untersagte.

Die bisherige Mazedonisch-Orthodoxe Kirche wird künftig als „Kirche von Ohrid“ an ihre älteste Tradition anknüpfen, soll aber auf den vor allem in Griechenland als provokativ empfundenen Namen verzichten.

Die Fragen einer Autokephalie (also der vollständigen juristische Souveränität) oder Autonomie (Selbstverwaltung) muss nun das Ökumenische Patriarchat absegnen.

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