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Auslandsmazedonier

Mazedonier digitalisiert Tunnelsystem unter der Godesburg

3-D-Visualisierung des alten Tunnelsystem unter der Burg in Bad Godesberg

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Bad Godesberg Bunker

Der Mazedonier Dejan Bileski digitalisiert für den Verein Kunst und Kultur Bad Godesberg die Tunnel unter der gleichnamigen Burg, der Godesburg. Unter dem Wahrzeichen der Stadt existiert bereits seit Jahrhunderten ein altes Tunnelsystem.

Bad Godesberg (einer der vier Stadtbezirke der Bundesstadt Bonn) ist nicht nur „über der Erde“ viel zu Bieten und einen Besuch wert. Die Stadt hat auch unter der Oberfläche einiges zu bieten. Denn unter der Godesburg gibt es bereits seit Jahrhunderten ein Tunnelsystem. Auch wenn das den meisten nicht bekannt sein dürfte. Dieses Tunnelsystem wird nun von Dejan Bileski digitalisiert.

„Vergessene Unterwelt“ unter der Godesburg

Diese „vergessene Unterwelt“, so beschreibt es Sabine Köhne-Kayser vom Verein Kunst und Kultur Bad Godesberg (KuKuG), sollte

Nach Meinung der Vereinsmitglieder von „Kunst und Kultur Bad Godesberg“ (KuKuG), sollte das alte Tunnelsystem unter der Burg für die Ewigkeit konserviert und für jeden zugänglich gemacht werden. Jetzt wird das möglich und realisiert, über eine 3-D-Visualisierung.

Verantwortlich für das Projekt sind Dejan Bileski von der Bad Godesberger Firma BD Media und Jürgen Lange, die beide bei der KuKuG aktiv sind. Wie der General Anzeiger berichtet, der eine übernimmt den technischen Teil, der andere den historischen Part. Und das kostenlos.

Scans mit Laser und einer Spezialkamera

„Wir haben zwei Tage lang Dutzende Scans mit Laser und einer Spezialkamera gemacht“, erklärt Bileski.

„Innerhalb kurzer Zeit wird man in den Bann der Tunnelwelten gezogen. Eine unheimliche und dunkle Welt unter der alten Godesburg.“

Diese „unheimliche und dunkle Welt“ ist ab sofort jeden virtuell verfügbar. Um sich „Beitritt in die Unterwelt“ zu verschaffen, benötigt man lediglich ein Browser und Internet.


Das Tunnelsystem kann in verschiedenen Ansichten begutachtet und besichtigt werden. Auch spezielle Feature wie das „Doll-House-View“ werden dem User zugänglich gemacht, eine Puppenhaus-Sicht auf das komplette Tunnelsystem. Mit der Maus lässt sich die Sicht drehen und kippen, Perspektivwechsel inklusive. Ein Klick – und der Betrachter zoomt sich in die Gänge.

Aber mit der Möglichkeit dieses Tunnelsystem zu erforschen ist die ganze Geschichte noch nicht erklärt. Die Besucher werden auch Interaktiv miteinbezogen. So haben Besucher die Möglichkeit Tags zu setzen, in denen Texte, Bilder oder Videos hinterlegt werden können. Um diese mit Leben zu füllen, sucht KuKuG Zeitzeugen, Fotos und Videoaufnahmen. Wer etwas dazu beitragen möchte, kann sich auch direkt an den Verein Kunst und Kultur Bad Godesberg (KuKuG) wenden.

Den Link zur virtuellen Unterwelt findet Ihr HIER.

Der erste Tunnel stammt wohl aus dem 16. Jahrhundert

Einige geschichtliche Aspekte hat Langen bereits zusammengetragen. Demnach stammt der erste Tunnel wohl aus dem 16. Jahrhundert. 1583 wurde die Godesberg im Truchsessischen Krieg zerstört. Erzbischof Gebhard Truchsess zu Waldenburg hatte geheiratet, war zum protestantischen Glauben übergetreten und vom Papst abgesetzt worden. Truppen um Ernst von Bayern belagerten daraufhin die Burg und jagten sie zum Teil in die Luft, bevor Herzog Ferdinand von Bayern sie eroberte. Und genau für diese Sprengung wurde damals ein kurzer Tunnel in den Berg gegraben, heißt es vom Verein KuKuG.

Ende 1942 wurde dann von Gefangenen eines Bonner Arbeitserziehungslagers erneut ein Tunnel in den Godesberg getrieben, um so der Bevölkerung Schutz vor Luftangriffen zu bieten. Das Bauwerk aber, so KuKuG, wurde bis Kriegsende nie vollendet, „der Aushub wurde später von amerikanischen Armeepionieren für den Bau einer Brückenrampe der Hodges-Ponton-Brücke am Rhein in Plittersdorf verwendet“. Schnell gerieten Tunnel und Bunker bei vielen in Vergessenheit. Während des Kalten Krieges wieder „ausgegraben“ und auf Vordermann gebracht, ist der Bunker heute eher Denkmal als Schutzanlage, so Langens Informationen. Im Tunnel selbst gab es verschiedene Kunstaktionen.

QUELLE: General Anzeiger

Mehr über Mazedonier in Deutschland findet Ihr auf mazedoniens-news.mk über den Tag Diaspora – Direkter Link hier


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