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Mazedonien: Über 200 Flüchtlinge in LKW entdeckt

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Flüchtlinge in Mazedonien

Zwei größere Vorfälle mit Flüchtlinge innerhalb 24 Stunden in Mazedonien. Die mazedonische Grenzpolizei hatte einen Lastwagen kontrolliert und über zweihundert Flüchtlinge, darunter auch eine große Anzahl Minderjährige, entdeckt. In einem weiterem Fall baute ein Menschenschmuggler mit dem Tatfahrzeug einen Unfall und rammte parkende Fahrzeuge. Es gab einige Verletzte.


Auf der Landstraße Bogdanci-Gevgelija nahe der griechischen Grenze in Mazedonien, entdeckten mazedonische Beamte in einem Lastwagen über zweihundert Flüchtlinge. Hauptsächlich aus Bangladesch, und aus Pakistan

In der Nacht von Montag auf Dienstag vor Mitternacht entdeckten die Mitglieder des Regionalen Zentrums für Grenzangelegenheiten „Süd“ aus Gevgelija bei einer Kontrolle 211 Flüchtlinge in einem Lastwagen mit einem Sattelauflieger. Sie wurden in einem schweren LKW der Marke DAV mit Kennzeichen aus Skopje transportiert, während der Sattelauflieger mit Kennzeichen aus Strumica verkehrte. Der Lastwagen wurde von einer 27-jährigen männlichen Person aus Skopje gefahren. Die Kennzeichen sollen laut Polizeibericht von einem anderem Fahrzeug gestohlen worden sein.

Die Flüchtlinge wurden auf der Straße Bogdanci – Gevgelija an der Kreuzung zur Siedlung Bogorodica entdeckt, versteckt im Sattelauflieger. 159 der Flüchtlinge stammen aus Bangladesch, wohingegen die anderen 52 aus dem Pakistan stammen. Unter den über zweihundert Flüchtlingen befinden sich laut Polizeiangaben 63 minderjährige Personen.

Wie die mazedonische Polizei bzw. das Innenministerium weiter den Medien mitteilte, wurde der Fahrer des Lastwagens, mit den Initialen E. P. (27 Jahre), festgenommen. Nach ersten Informationen wurden die Nummernschilder des Lastwagens mit dem Sattelauflieger gestohlen und gehörten nicht zum Fahrzeug. Das Fahrzeug wurde von der Polizei in Gewahrsam genommen und die Flüchtlinge in einem Transitzentrum untergebracht.

Weiterer Fall in Strumica – Menschenschmuggler baut Unfall

Am gleichen Tag ereignete sich ein weiterer Fall von Menschenschmuggel, mit einem Unfall.

Drei Fahrzeuge wurden beschädigt, mehrere Flüchtlinge verletzt und Internet- und Strommasten zerstört. Dies ist der Epilog des Unfalls, der genau mittags passierte, als ein Van mit Kočani-Nummernschildern voller Migranten auf der Straße „Mladinska“ in Strumica mit hoher Geschwindigkeit fuhr, wo er die Kontrolle verlor und parkende Fahrzeuge rammte.


Drei Personen wurden laut TV Sitel verletzt, sind jedoch außer Lebensgefahr. Mehrere weitere Flüchtlinge wurden bei dem Aufprall leicht verletzt. Alle Verletzten wurden in das Strumica-Krankenhaus eingeliefert und erhielten die notwendige Behandlung, heißt es laut TV Sitel.

Laut den Augenzeugen, die sich zum Zeitpunkt des Unfalls in der Mladinska-Straße befanden, bewegte sich der Van mit den Kočani Kennzeichen mit großer Geschwindigkeit. Irgendwann verlor er die Kontrolle und prallte gegen mehrere geparkte Fahrzeuge. Augenzeugen sagen, der Anblick sei furchterregend gewesen.

Desweiteren berichteten die Augenzeugen, gegenüber dem mazedonischen Medium 24.mk (siehe Video oben), „es sei so schnell gegangen“, dass sie gesehen hätten, dass es verletzte Flüchtlinge gab und einige von ihnen nach dem Vorfall geflohen seien.

Derzeit gibt es keine genauere Angaben zu ihrer Anzahl. Nach inoffiziellen Informationen einiger Augenzeugen waren es etwa dreißig Flüchtlinge. Einzelheiten des Unfalls wurden auch vom mazedonischen Innenministerium noch nicht bekannt gegeben.

Von dort aus bestätigten sie nur das Ereignis und die Information, dass ein Van mit Kočani-Nummernschildern, der von einem Fahrer aus Kočani gefahren wurde, an einem Unfall beteiligt war. Weitere Informationen werden nach der Inspektion und der vollständigen Klärung und Dokumentation des Falls bekannt gegeben. „Die Polizei, die vor Ort war, arbeitet an der vollständigen Aufklärung des Falls. Entsprechende Anklagen werden gegen den Fahrer erhoben, und es wird daran gearbeitet, alle flüchtenden Migranten aus dem Van ausfindig zu machen.“ heißt es von Seiten des mazedonischen Innenministeriums MVR.

QUELLEN: TV Sitel und 24.mk (Mazedonisch), zusammengefasst und übersetzt von mazedonien-news.mk


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