GullivAir stellt Ticketverkauf für die neue Route Sofia-Skopje ein

Die bulgarische Fluggesellschaft GullivAir hat laut dem Portal für Luftverkehr Ex-Yu Aviation den Verkauf von Tickets für den erst kürzlich eingeführten Flug Sofia-Skopje zum 21. Mai eingestellt.

Daraufhin haben verschiedene mazedonische Medien auf der Website von GullivAir nach Online-Ticketverkäufen gesucht. Dort zeigte sich, dass die Flüge ab dem 21. Mai ausverkauft sind. Dies ist jedoch seltsam, da der letzte Flug nur ganze sieben Passagiere an Bord hatte. Davor, laut Quellen vom Flughafen Skopje, gab es auch Flüge mit nur zwei oder drei Passagieren, weniger als die Besatzung im Flugzeug.

Es ist unklar, ob die Flugroute gestrichen wird, da es keine offizielle Erklärung der bulgarischen Fluggesellschaft gibt, die ebenso den Verkauf von Tickets nach Tirana eingestellt hat. Skopje und Tirana waren GullivAirs einzige Auslandsziele. „GullivAir“ führte den Flug Sofia-Skopje mit einem Turboprop-Flugzeug ATR 72-600 mit einer Kapazität von 65 Sitzplätzen durch, die Flüge fanden montags und samstags um 5 Uhr morgens statt.

Die Linie Skopje-Sofia wurde als erstes vom bulgarischen Premierminister Kiril Petkov als „vertrauensbildenden Maßnahmen zwischen den beiden Ländern als Großprojekt“ angekündigt. Im Januar sagte er, die Fluggesellschaft sei ein Kompromiss seitens Bulgariens in Verhandlungen mit Mazedonien, weil sie es finanzieren würden.

„Bulgarien kann der Initiator für den Start der Linie Sofia-Skopje sein. Der Kompromiss ist, wer das organisiert, der wird diese Linie finanzieren“, sagte Petkow damals. Die Fluggesellschaft nahm ihren Betrieb vor einem Monat mit regelmäßigen Flügen auf und hatte im Februar ihren ersten Promotion-Flug mit den Verkehrs- und Kommunikationsministern der beiden Länder Blagoj Bochvarski und Nikolay Sabev sowie mit bulgarischen Reiseveranstaltern.

Dies ist der vierte Versuch, eine reguläre Fluglinie zwischen den Hauptstädten Mazedoniens und Bulgariens seit Mazedoniens Unabhängigkeit zu etablieren. Die drei vorherigen Versuche scheiterten an niedrigen Passagierzahlen.

Die ersten Flüge zwischen Skopje und Sofia begannen im Herbst 1992, als die staatliche bulgarische Fluggesellschaft Hemus Air die L-140 auf der Strecke einsetzte, die 18 Passagiere befördern konnte. Später wurden die größeren Flugzeuge Jakovlev Jak-40 und Tupolev Tu-140 eingesetzt. Ein zeitweiliges erhöhtes Passagieraufkommen machte den Einsatz von Nöten, weil Passagiere aus dem Kosovo die Strecke Sofia-Oslo rege nutzten. Aber nach ein paar Jahren ließ das Interesse nach und die Flüge zwischen Skopje und Sofia wurden eingestellt.

Nach dem EU-Beitritt Bulgariens wurde die Strecke Sofia-Skopje im Dezember 2007 wieder erneuert. Diesmal flog „Bulgaria Air“ dreimal wöchentlich mit einer ATR-42, mit einer Kapazität von 40 Passagieren, zum Preis von 49 Euro. Aber auch diese Flüge konnten nicht genügend Passagiere anziehen und wurden erneut gestrichen.

Auf dem Erstflug für Passagier von GullivAir hatten nur 22 Passagiere ein Ticket gekauft. Die ATR72-600 war damit nur zu einem Drittel mit Passagiere besetzt.

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