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Auslandsmazedonier

‚Curse ov Dialect‘ Seit 1994 hält Volk Makedonski mit seiner Truppe den Hip-Hop surreal

Neues Album der Multikulti Truppe im Anflug

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Curse ov Dialect Volk Makedonski

Viele Bands streben danach, sich von der Masse abzuheben. Nur wenige tun es so einprägsam wie die australische Combo -Curse ov Dialect- aus Melbourne.


Dies ist die Hip-Hop-Truppe, die mazedonische, pakistanische, maltesische, anglo-indische und Maori-Kulturen vereint, die ihre Alben mit obskuren und explorativen Klängen übersäten, die seit ihrer Ankunft auf der Bühne die lyrische Geißel von Homophobie, Rassismus und Kapitalismus Mitte der 90er Jahre sind.

Die Musik ist eine radikale Mischung aus arabischen und traditionellen mazedonischen Beats, balkanischer Grandiosität und Instrumentalstücken. Und ihre Shows im Evelyn in den frühen 2000er Jahren waren episch, mit Mitgliedern der Band in mazedonischen Folk-Outfits, die buchstäblich von den Bühnenbalken hingen.

Der Song Letter to Athens mit dem ‚Macedonian Prayer‘ als Intro und mazedonischen Beats

Wie es in einem Social-Media-Post über die Band aus Australien heißt: „Seit 1994 halten sie Hip-Hop surreal“.

Borce Markovski (alias Volk Makedonski) ist derjenige in der Volkstracht. Und das nicht nur zur Show.

Ich mache das seit 20 Jahren, weil es hoffentlich Gespräche über komplexe Themen anregt, aber kurz gesagt, über die Verweigerung des Selbstbestimmungsrechts der ethnischen Mazedonier!

Volk Makedonski

„Ich mache das seit 20 Jahren, weil es hoffentlich Gespräche über komplexe Themen anregt, aber kurz gesagt, über die Verweigerung des Selbstbestimmungsrechts der ethnischen Mazedonier“, sagt er.

Curse ov Dialect haben seit Twisted Strangers 2016 kein Album mehr herausgebracht: Seitdem gab es eine Europatour und dann, natürlich die Pandemie.


Aber jetzt sie sind zurück. Dank des Flash Forward-Projekts der Stadt Melbourne, einem Joint Venture mit der Landesregierung, das Künstlern und Musikern bezahlte Arbeit gibt – die in Melbournes Kunstszene dringend benötigt wird – gibt es frisches Vinyl und vermutlich eine Live-Laneway-Show.

Markovski sagt, dass eine zufällige Begegnung bei einem Kumpel der Funke war, der ihr neuntes Studioalbum ermöglichte.

„Einer der Hauptorganisatoren [von Flash Forward] war auf MC Raceless (Bandmitglied Adam Gauci) gestoßen, der erwähnte, dass wir immer noch Dinge machen und aufnehmen“, erklärt er. „Der Veranstalter hatte gedacht, wir würden nichts mehr machen, also führte dieses zufällige Treffen bei einem gemeinsamen Freund dazu, dass wir über dieses [neue] Album sprachen.“

Die Band hat in den letzten zehn Jahren einige Veränderungen durchgemacht. Vor 2011 hatten Shehab Tariq (alias Paso Bionic), Adam Gauci, Earle Stuart (alias Atarangi), Daryl Rabel (alias 2. August) und Markovski bei einem amerikanischen Plattenlabel unterschrieben, tourten durch Europa und nahmen regelmäßig auf.

Aber der unermüdliche Zeitplan forderte seinen Tribut und im Jahr 2012 verließ Rabel die Gruppe, andere Mitglieder gründeten Familien und Markovski nahm eine Stelle als Englischlehrer in Bangkok an- Jedoch kehrte er 2014 zurück, weil sich der Gesundheitszustand seiner Mutter verschlechterte.

Als er zurückkam, schrieben die restlichen vier Bandmitglieder das Album Twisted Strangers. Sie hatten Tour- und Aufnahmepläne, die durch die Pandemie zunichte gemacht wurden. „Als Flash Forward auf uns zukam, war es also das perfekte Timing“, so Markovski über das Zustande kommen des neuen Albums.

Volk Makedonski in Pose

Mit der Finanzspritze mietete die Band ein Studio in Coburg (Stadtteil von Melbourne) und traf sich zwischen Januar und April an drei Abenden in der Woche zum Schreiben und Aufnehmen. Die einzige Schwierigkeit bestand darin, dass Atarangi in Westaustralien lebte und arbeitete. Aber angetrieben von Essen und türkischem Kaffee, endeten die Sessions mit einem Haufen Material.

„Es wird ein Doppel-Vinyl“, schwärmt Markovski. „Als das Plattenlabel Heavy Machinery sich das anhörte, sagten sie ‚Macht es, und wir machen ein längeres Album, weil es so gut ist‘.“

Er wählt drei Favoriten aus: Secret Agents mit ihren klassischen multikulturellen Klängen und „über uns, die Welt auf unsere eigene utopische Art zu retten“, Gully Millionaire, die sich auf Markovskis Arbeit mit Obdachlosen als Gemeindepsychologe stützt („mehr eine Art Storytelling Song, der für uns neu ist“) und Never North, ein politisches Protestlied über die kürzlich erfolgte offizielle Namensänderung Mazedoniens.

Und Makedonski Volk ist begeistert von ihren neuesten Kostümen: Atarangi verwendet „Müllsäcke mit verschiedenfarbigem Klebeband“, Raceless hat sich von einem maltesischen Duke in „The Maltese Well Monster“ verwandelt.

„Ihr solltet die Bilder auf unserem Instagram sehen!“ sagt er abschließend im Interview mit dem australischen The Age (zugleich die verwendete Quelle für diesen Artikel auf mazedonien-news.mk).


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