Die Toronto Raptors schrieben Geschichte, als erstes kanadisches NBA Team holten sie den Basketball Titel, es war zugleich der erste Titel in der Klubgeschichte. Und diese Klubgeschichte fing mit einem Mazedonier an…

Im sechsten Spiel der NBA Play Offs gegen Titelverteidiger Golden State siegten die Raptors aus Toronto mit 114:110. In der Best-of-Seven-Serie siegte man damit nach Partien 4:2.

„Was Vardar in Mazedonien für die Mazedonier ist, sind die Raptors aus Toronto für die Mazedonier in Kanada“ formulieren wir gewagt, denn bei den Feierlichkeiten um den ersten Titel, übrigens nach 26 Jahren der erste wichtige Titel für Kanada seit die Toronto Blue Jays die World Series im Baseball gewannen, sah man auch viele Mazedonier und mazedonische Flaggen.

Warum das so ist? Der Gründer der Raptors ist ein Mazedonier, genauer gesagt, Nachfahre mazedonischer Auswanderer nach Kanada, John Bitove.

John Bitove Gründer der Toronto Raptors

John I. Bitove (Jr.) (geboren 1960 in Toronto, Ontario ) ist ein bekannter kanadischer Geschäftsmann und Sportler mazedonischer Abstammung. Er ist der Gründer der Toronto Raptors der NBA.

Über seine Holdinggesellschaft Obelysk ist er an mehreren Unternehmen beteiligt, darunter: Sirius XM Canada, Kanadas größter Abonnentenfunkdienst. Er war der Gründer von Mobilicity, einem Mobilfunkdienst, der im Juli 2015 an Rogers Communications verkauft wurde. Er war auch der Hauptaktionär von KEYreit, Kanadas größtem „Small Box“ -Immobilien- Investment-Trust, der 2013 verkauft wurde, 2015 war Bitove Mitbegründer eines alternativen Vermögensverwalters, PointNorth Capital.

Am 30. September 1993 lud die National Basketball Association eine von Bitove angeführte Gruppe als 29. Mannschaft in die Liga ein. Er war nicht nur der Gründer des Basketballteams Toronto Raptors, sondern leitete auch die Gründung des Air Canada Centre, der neuen Sport- und Unterhaltungsstätte in Toronto, einschließlich einiger neuer, hochmoderner Stadionfunktionen.


2005 gründete er den S’Cool Life Fund, der über 2,8 Millionen US-Dollar für außerschulische Aktivitäten an öffentlichen kanadischen Schulen gesammelt hat. Bisher hat der S’Cool Life Fund mehr als 1.000 Schulen für DREAMS-Projekte (Theater, Freizeit, außerschulische Aktivitäten, Kunst, Musik oder Sport) in ganz Kanada unterstützt, um Tausenden von öffentlichen Grundschülern das Schulleben angenehmer zu gestalten K-8.

Bitove war freiwillige Präsident der Stadt Toronto, für die Kandidatur zur Ausrichtung der Olympischen Spiele 2008.

Er war auch ehrenamtlicher Organisator der IAAF-Hallen-Leichtathletik-Weltmeisterschaft 1993 (Leichtathletik) und der FIBA -Basketball-Weltmeisterschaft 1994.

2005 erhielt er den ersten James Naismith Award of Excellence von Canada Basketball.

Bitove erwarb 1983 einen Bachelor of Science in Betriebswirtschaft (Marketing) an der Indiana University Bloomington. Er ist Mitglied des Beta Eta-Kapitels der Sigma Nu- Bruderschaft. Er erhielt 1984 einen Bachelor of Laws von der University of Windsor und wurde 1986 als Rechtsanwalt bei der Law Society of Upper Canada (Ontario) zugelassen. Seit 2007 ist er Mitglied des Kuratoriums der Wake Forest University in North Carolina.

Er ist der Sohn von John Bitove, Sr. und stammt aus Mazedonien. Bitove Senior Bitove wurde als Lazar Nikola Bitov, in Toronto von den mazedonischen Einwanderern Nicholas und Vana geboren. Seine Eltern wanderten nach dem Ersten Weltkrieg 1919 aus Gabresh (heute Gavros), einem Dorf in der makedonisch-ägäischen Region bei Kostur (Kastoria, Nordgriechenland), nach Kanada aus.

Neben Bitove, gibt es noch eine mazedonische Familie die in Nordamerika einen Profiverein führt, die Familie Ilitch welche Eigentüner der Detroit Red Wings in der „besten Eishockeyliga der Welt“ NHL sind. Ilitch Senior verstarb im Februar 2017 – wir berichteten HIER.